Tagestipps im Radio

Tagestipps

Montag 18:03 Uhr SRF 2 Kultur

Kontext

Ein Schicksalsschlag: Wenn Angehörige plötzlich pflegen müssen Ein Unfall oder eine schwere Diagnose und nichts ist mehr, wie es vorher war. Solche Schicksalsschläge ändern das Leben von Menschen auf einen Schlag, das Leben der Opfer und auch das Leben der Angehörigen. Sie stehen im Mittelpunkt dieser Sendung

Montag 18:05 Uhr BR-Klassik

Franz Schubert - Eine Hörbiografie (1/9)

Die Liebe liebt das Wandern Erstes Kapitel: Lebenstraum (1797-1813) Von Jörg Handstein Mit Udo Wachtveitl, Robert Stadlober, Johannes Silberschneider, Florian von Manteuffel und anderen. Anschließend: Franz Schubert: Streichquartett B-Dur, D 18 (Auryn Quartett); "Dreifach ist der Schritt der Zeit", D 43 (Die Singphoniker); Klaviertrio B-Dur, D 28 (Trio Fontenay) Wer war Franz Schubert? Der liebe "Schwammerl" dem wundersam die schönsten Melodien entströmen - oder der "Fremdling überall", der eine moderne "Gebrochenheit" ins Werk setzt? Befragt man alle verfügbaren Quellen, lässt sich ein weit facettenreicheres Bild entwerfen. Genau dies tut die neue Hörbiografie von Jörg Handstein. Der Schubert, den der österreichische Schauspieler und Rockmusiker Robert Stadlober blendend verkörpert, sprengt die Klischees: Zielstrebig und streitbar, vielseitig interessiert und nachdenklich, setzt er einer Zeit kultureller und politischer Erstarrung große und kühne Kunst entgegen. Von den ersten Liedern bis zu den visionären Instrumentalwerken geht er einen langen, verschlungenen Weg. Die Hörbiografie folgt ihm durch neun Kapitel, 130 Musikbeispiele und eine überraschend weiträumige Lebenswelt.

Montag 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

Die Feindschaft ist tief verwurzelt, alte Konflikte zwischen beiden Ländern wurden nie aufgearbeitet. Gestaltung: Thomas Bormann und Karin Senz (ARD) Vor hundert Jahren war der griechisch-türkische Krieg gerade im Gange - die militärischen Auseinandersetzungen im Gefolge des Ersten Weltkriegs um die Kontrolle über einige westanatolische Gebiete endete mit einer Niederlage für Griechenland. Am Ende des Konflikts kam es zu einem großen Bevölkerungsaustausch - die Wunden wirken noch immer nach. Auch heute stehen einander im östlichen Mittelmeer griechische und türkische Kriegsschiffe wieder feindlich gegenüber. Die Seegrenze zwischen den beiden Ländern ist umstritten und damit auch die Frage: Wem gehören die Erdgasfelder, die unter dem Boden des Mittelmeeres vermutet werden? Bemühungen der EU, beide Seiten an den Verhandlungstisch zu bringen, sind vor einigen Wochen gescheitert - stattdessen drohen beide Länder mit dem Einsatz ihrer Marine, letztlich mit Krieg. Dieser Konflikt ist nur das jüngste Beispiel für das zerrüttete Verhältnis zwischen der Türkei und Griechenland.

Montag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Isabella Kolar Zwei Jahre nach dem Staatsmord an Khashoggi Alles wieder gut? Gespräch mit Carsten Kühntopp Der Friedensdeal zwischen Israel und den Golfstaaten Die Sicht der Araber Von Carsten Kühntopp Im September haben die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain die "Abraham-Abkommen" mit Israel unterzeichnet. Kurz darauf folgte der Sudan. Diese drei arabischen Staaten werden nun volle diplomatische Beziehungen mit Israel . Vermittelt hatten dies die USA. Dass arabische Staaten plötzlich auf Israel zugehen, zeigt, wie regionale Rivalitäten das Machtgefüge im Nahen Osten verändern: Die Araber nehmen den Iran als eine wachsende Bedrohung wahr und werfen ihm seit Jahren vor, sich in arabischen Staaten einzumischen - vor allem in Syrien, im Libanon, im Irak und im Jemen. Die Annäherung an Israel soll mehr Sicherheit bringen.

Montag 19:00 Uhr HR1

hr1-Lounge in Concert: Laith Al-Deen

Das exklusive hr1-Konzert zum Nacherleben Moderation: Daniella Baumeister Heute Abend: Laith Al-Deen und sein exklusives hr1-Konzert, das am 27. September mit ausgewähltem Publikum und unter strengsten Conrona-Auflagen im Sendesaal des Hessischen Rundfunks stattfand.

Montag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Jeder kommt ins Schicklgruber (1/3) Von Marcy Kahan Jüdische Erinnerungen an Wien Übersetzung aus dem Amerikanischen: Moshe Kahn Nathan Waterstone: Johann Nikolussi Onkel Lou Wasserstein: Peter Uray Sadie, die Witwe Mendelson: Louise Martini Jerome, Taxifahrer: Jaromir Borek Eduard Schicklgruber, jung: Georg Schuchter Eduard Schicklgruber, alt: Rudolf Wessely Ferner wirken mit: Dominik Castell, Heinz Trixner, Fritz Hammel und Albert Fortell Regie: Thomas Werner Produktion: WDR 1997 Anschließend: WDR 3 Foyer

Montag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Über Metaphern in der Wissenschaft Von Juliane Nagiller Klare Definitionen und eindeutige Begriffe: Die Wissenschaft lebt von einer genauen Sprache. Gleichzeitig spricht sie in Metaphern, etwa "Urknall" am Anfang des Universums oder von "Zellen" im menschlichen Körper. Metaphern sind wichtig für den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess. Man braucht sie, um Neues zu entdecken und Unbekanntes zu benennen. Gleichzeitig sind sie auch ein elementares Werkzeug der Wissensvermittlung. Wie sonst soll man einer fachfremden Person einen Gegenstand näherbringen, wenn nicht durch bildhafte Sprache? Aber mit Metaphern fließen auch kulturelle Vorstellungen in die Wissenschaft ein. Sichtbar wird das im aktuellen Sprechen über das Corona-Virus, das zum unsichtbaren Feind stilisiert wird, dem man den Krieg erklärt. Ihre Wurzeln hat diese Kriegsmetaphorik im ausgehenden 19. Jahrhundert, als Robert Koch sich ihrer bediente, um seine Erkenntnisse populär zu machen.

Montag 20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

In Concert

Festival Glatt&Verkehrt Winzer Krems Aufzeichnung vom 26.07.2020 Alex Miksch: "Mit ana Toschn voi Krems" Eine Song-Hommage an Krems Alex Miksch, Gesang, Gitarre Anna Anderluh, Gesang, Autoharp Jelena PoprEan, Gesang, Bratsche Philipp Moosbrugger, Bass David Schweighart, Schlagzeug Moderation: Holger Beythien

Montag 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Meine geniale Freundin (1/4) Neapolitanische Saga Von Elena Ferrante Aus dem Italienischen von Karin Krieger Komposition: Ulrike Haage Bearbeitung und Regie: Martin Heindel BR 2020 Ursendung Wiederholung vom Sonntag, 15.05 Uhr Die figurenreiche Roman-Tetralogie von Elena Ferrante - im deutschsprachigen Raum auch Neapolitanische Saga genannt - erzählt die Geschichte der Freundschaft von Lila und Lenù, zweier Kinder, Mädchen und Frauen, zweier Liebender, zweier Rivalinnen. Es ist eine lebenslange Freundschaft, die aus der Perspektive von Lenù, wie Elena Greco von ihrer Familie und ihren Freunden gerufen wird, geschildert wird. Das Leben der von ihr bewunderten Lila sowie das gemeinsame Aufwachsen im Rione, einem Armeleuteviertel Neapels, mit seinem Geflecht an familiären und nachbarschaftlichen Verbindungen, seinen Abhängigkeiten, den oberflächlichen Streitereien, den offensichtlichen und den verborgenen Grausamkeiten, bilden dabei ihren konstanten Bezugspunkt. Von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart wird die Entwicklung der beiden so verschiedenen Frauen beschrieben, die aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Begabungen aus dem sozialen Gefüge des Rione herausstechen und doch in ihm verhaftet bleiben. Während es der eher ängstlichen und fleissigen Elena gelingt, sich zumindest äusserlich aus dem Rione heraus zu lernen, zu arbeiten und zu schreiben, wird die geniale und furchtlose Lila ihn zeitlebens nicht verlassen. Hier ist jeder mit jedem verbunden und die Menschen scheinen sich oft wie ferngesteuerte Marionetten an unsichtbaren Fäden durch dieses Viertel zu bewegen. Von der gemeinsamen Schulzeit über Lilas frühe Hochzeit mit einem aufstrebenden Lebensmittelhändler, immer wieder wirken im Hintergrund Kräfte und Zusammenhänge, die die reflektierende Lenù oft erst im Rückblick begreift. So sind Ferrantes Neapel-Romane zwar auch große Coming-of-Age-Literatur, doch führen sie tief hinein in gesellschaftspolitischen Themen: Es geht um den Einfluss der Camorra in Neapel, um Gewalt und um den Kampf um ein selbstbestimmtes Leben. Ferrante spannt leichthändig einen Bogen über die europäische Geschichte der Nachkriegszeit mit ihren vielfältigen Brüchen und politischen Herausforderungen. Das Thema Chancengleichheit - sowohl zwischen den Geschlechtern als auch den sozialen Schichten, die Aufarbeitung der Traumata faschistischer Diktaturen in Europa, die Zeit der Studentenbewegung in den 1960er Jahren, all dies wird angesprochen anhand der beiden miteinander verwobenen Einzelschicksale der Freundinnen Elena Greco und Lila Cerullo. Der erste Teil, Meine geniale Freundin, umfasst Kindheit und frühe Jugend.

Montag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit Tina Dico Die dänische Popsängerin und Songwriterin hat in ihrer Heimat enormen Erfolg, mit zahlreichen Nummer 1 Alben und vielen Auszeichnungen. Auch mit ihrem bisher letzten Album "Fastland" stand sie auf Platz 1 der dänischen Albumcharts, und damit war sie auch beim A Summer"s Tale 2019 zu Gast: Wir haben für Sie das Konzert von Tina Dico bei dem Festival in Luhmühlen.

Montag 21:00 Uhr Bremen Zwei

ARD Radiofeature: "Legal Highs"

"Legal Highs" sind neue, wirkungsstarke Drogen. Erkennt und verbietet der Gesetzgeber eine entsprechende Substanz, werden bald darauf neue chemische Verbindungen vertrieben - teils sogar über bekannte Onlineportale.

Montag 22:00 Uhr MDR KULTUR

Besser gleich ins Herz

von Alexander Moltschanow Es gibt so Tage, da scheint alles schief zu laufen. Andrej steckt in der Falle. Er hat beim Kartenspiel gegen Seka verloren. Ausgerechnet gegen Seka, der nicht nur das Glück im Spiel gepachtet zu haben scheint, sondern auch jede Schlägerei gewinnt. Nun soll Andrej für Seka andere Schulden eintreiben, bei Maronow, der sich in sein Dorf verkrochen hat. Und ihn notfalls umlegen, wenn der nicht zahlen will. Damit Andrej sich nicht auch aus dem Staub macht, gibt Seka ihm seine Freundin Oksana mit. Mit einem Messer in der Tasche und der Freundin seines Auftraggebers an der Seite zieht er los. Das kann ja nur schiefgehen. Doch dann wird aus dem schüchternen Provinzjungen wird ein zu allem entschlossener Romeo. Der junge russische Autor Alexander Moltschanow erzählt eine Geschichte, in der sich fast alles zum Besten fügt - zumindest für Andrej und Oksana. Denn es gibt so Tage, an denen alles wie am Schnürchen läuft. Alexander Moltschanow, geboren 1974, ist Journalist, Drehbuchautor und Dramatiker. Moltschanow lebt in Moskau. Sein Theaterstück "Mörder" ist in Russland sehr erfolgreich, es wurde mit mehreren Preisen geehrt und läuft an zahlreichen Bühnen des Landes. Die deutschsprachige Erstaufführung (Übersetzung Manuela Lachmann) unter der Regie von Philipp Löhle war am 19. April 2013 am Staatstheater Mainz. Regie: Steffen Moratz Komponist: Michael Hinze; Maria Hinze Produktion: MDR 2014 Sprecher: Katrin Wichmann - Oksana Mirco Kreibich - Andrej Franziska Troegner - Mutter Michael Klammer - Seka (54 Min.)

Montag 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Essay

Darsteller und Touristen - Über das Unheimliche(3/5) Von Pascal Richmann War Johannes Keplers Mutter wirklich eine Hexe? Ist das Internet unser natürliches Habitat? Und schlägt der berühmte Astronaut Buzz Aldrin diejenigen Männer k. o., die ihm unterstellen, er wäre niemals auf dem Mond gewesen? Wem kann man überhaupt noch glauben? Den Priestern im Petersdom? Den Gewerkschaften in Moskau? Oder doch allein Pascal Richmann auf seiner Reise durch die Geschichte des Rundfunks, die er gemeinsam mit Maria Stepanova, Roberto Bolaño und dem Malmkroger Kirchenchor unternimmt, um ein letztes Mal all das zu befragen, "was im Verborgenen bleiben sollte und hervorgetreten ist"?

Sonntag Dienstag